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Informationen zur Produktkategorie Schwarz:

Sobald die Teeblätter gepflückt sind, werden sie durch Luftzufuhr gewelkt. Dies geschieht auf langen Rosten oder in den Weidekörben, in die die gepflückten Blätter geworfen werden.
Hiernach werden die gewelkten Blätter durch Rollen gequetscht, damit die Zellwände aufreißen und dadurch die ätherischen Öle heraustreten können. Diese geben dem Schwarztee seinen typischen Geschmack. Durch diesen Oxidations- oder Gärungsprozess (der Zellsaft verbindet sich mit dem Sauerstoff in der Luft) verfärben sich die Blätter kupferrot. Durch das darauf folgende Trocknen der Blätter werden diese immer dunkler und der Geschmack wird in den Teeblättern konserviert.
Zum Schluss werden die verschiedensten Blattgrade voneinander getrennt. Hauptunterscheidungen sind Blatt-Tees, Broken-Tees (Abkürzung B) und die kleinsten Blattstücke „Fannings“ (werden mit F abgekürzt), und Staub, die für Teebeuteltees verwendet werden (abgekürzt mit D wie dust).
Des Weiteren gibt es feinere Unterscheidungen:
Tippy (Abkürzung T) bezeichnet junge und noch helle Blattspitzen, die einen sehr zarten Geschmack besitzen.
Golden (Abkürzung G) weisen auf bräunliche Blattspitzen mit kräftigem Geschmack hin.
Flowery (Abkürzung F) steht für blumigen Geschmack.
Orange (Abkürzung O) steht für einen sehr besonderen Tee.
Pekoe (Abkürzung P) sind die noch zarten, jungen, sehr feinen und gerollten Blätter.

Der Schwarztee gelangte gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland. Zuvor trank man in Europa den von den Holländern aus China importierten Grüntee. Die Briten zeigten sich vom Grüntee zwar sehr begeistert, wollten allerdings von China unabhängig werden und bevorzugten den eher kräftigeren Schwarzteegeschmack. So pflanzten sie um 1850 erste Teesträucher in ihrer Kolonie Indien und schließlich auch in Afrika und Sri Lanka.

Je nach Anbauregion eines Tees, unterscheiden sich Geschmack und Zubereitung teilweise grundlegend. Zu allen Schwarztees ist allerdings zu sagen, dass sie mit kochendem Wasser aufgebrüht werden. Kräftige Tees, wie Ceylon oder Assam, vertragen eine Ziehzeit von etwa 5 Minuten, bei milderen oder leichteren Tees (zum Beispiel Darjeeling) zieht der Tee 2-3 Minuten.

Assam
Das feucht-tropische Klima dieser Region, die im Nordosten von Indien liegt, eignet sich hervorragend zum Teeanbau. Nicht umsonst ist die Assam-Region das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Hier gedeihen Tees der Spitzenklasse!
Für ein Kilo Assam werden circa 4.000 Blätter benötigt.
Assam Tee wird seit 1823 aus der einheimischen camellia assamica gewonnen und ist sehr kräftig im Geschmack. Die Ziehzeit dieses Tees beträgt etwa 4-5 Minuten.

Darjeeling
Subtropisch-mildes Klima findet man an den Ausläufern des Himalaya. Hier werden in der Stadt Darjeeling, gelegen im Nordosten Indiens, dem Bezirk Westbengalen, einige Tees angebaut, die zu den besten der Welt gehören und auf Höhen bis zu 2.000 Metern wachsen. Darjeeling Tee ist schwer zu ernten, da das Gebiet enorme Hangneigungen aufweist. Für ein Kilo Darjeeling werden etwa 12.000 Blätter benötigt.
Der milde Darjeeling Tee verträgt Ziehzeiten von 2-3 Minuten.

Ceylon
James Taylor brachte den Tee nach Sri Lanka, jedoch nur weil die Kaffeeplantagen durch Krankheitsbefall zerstört wurden.
Die Teesträucher werden auf etwa 1.400 bis 2.200 Meter Höhe angepflanzt und sind im Geschmack sehr kräftig, ähnlich dem Assam Tee, weil die Teesträucher aus der camellia assamica oder deren Hybriden entstammen.
Die optimale Ziehzeit für Ceylontee beträgt 3-4 Minuten.